Impressionen aus drei Projekttagen: Klettern - Verantwortung - Vertrauen

Sprung - ein Highlight
Sprung - ein Highlight

"Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommel Männer zusammen, nicht um Holz zu beschaffen, Arbeit zu vergeben und Aufträge zu vergeben, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer"

 

... ist das unausgesprochene pädagogische Motiv des Projektes "Klettern - Verantwortung - Vertrauen".

 

 

 

 

Den besten Einblick in das Projekt geben die SchülerInnen selbst, die an den drei Tagen zu dem Thema Verantwortung und Vertrauen an sich gearbeitet haben. Hier ihre Erlebnisse und Erfahrungen:

 

Marlen G. Klasse 9a, 07.06.2010

 

Am Montag, den 31.05.2010 um 8.30 Uhr ging das Projekt "Klettern - Verantwortung - Vertrauen" los. An diesem Tag trafen wir uns alle vor der großen Sporthalle. Dort machten wir als erstes einen Vertrauenstest, nachdem wir uns vorgestellt hatten. Ein Schüler stellte sich auf einen hohen Kasten. Alle anderen Schüler stellten sich vor den Kasten mit einem Partner gegenüber, die sich dann gegenseitig an den Ellenbogen festhielten. Der jenige, der auf dem Kasten stand, sollte versuchen, das Vertrauen aufzubauen, um sich fallen zulassen, was nicht jeder schaffte. Zudem lernten wir die wichtigsten Knoten, Sicherungen und Techniken kennen und probierten die Klettergurte an. Dann, am Dienstag um 8.00 Uhr, trafen wir uns dieses Mal am Bahnhof, wo wir alle gemeinsam mit dem Zug nach Bösensell fuhren. Nach einem 15-minütigen Fußweg kamen wir an der BIG WALL (Einer Klettereinrichtung) an. Nachdem wir uns umgezogen hatten, bekamen wir von Herrn Ruß eine Einführung zum Thema Klettern an der Kletterwand und wiederholten noch einmal die Grundlagen, die wir am vorigen Tag gelernt hatten.

Kertsin und ich suchten uns zuerst eine leichte Kletterwand aus, wo wir uns erst einmal an die Höhe gewöhnen konnten. Einer durfte immer klettern, und der andere sicherte dann seinen Partner. Bevor wir aber loskletterten, kontrollierten wir die Knoten, Karabinerhaken, die zum Sichern da waren, und die Klettergurte. Nach und nach trauten wir uns mehr zu und versuchten, höher zuklettern. Beim Klettern spielt Vertrauen eine sehr große Rolle. Am letzten Tag, den 02.06.2010 trafen wir uns zu 8.30 am Bahnhof und fuhren dann wieder nach Bösensell. Als wir an der BIG WALL ankamen, zogen wir uns um und legten uns alle Klettergurte an. Danach wurden wir einem anderen Partner zugeteilt. Ich sicherte Christian zuerst und immer abwechselnd an einer anderen Wand. Da ich Christian nicht so viel vertraute, erschwerte dies das Klettern des Einzelnen. Meiner Meinung nach braucht man einen Kletterpartner, den man auch vertraut, dadurch fühlt man sich viel sicherer.  

 

Nach einer Pause guckten wir uns die Vorführung von Herrn Ruß an. Er sicherte eine Person an einem langen Seil, das unter der Decke hing. Der Schüler wurde zusätzlich mit einem anderen Seil, das an der Kletterwand hing, befestigt und von Herrn Ruß Tochter gesichert. Nun kletterte der Schüler die Wand hoch und setzte sich oben auf den Vorsprung der Kletterwand. Dann machte er das Seil der Kletterwand von sich los, das mit zwei Karabinerhaken gesichert war. Nun war er noch an dem langen Deckenseil befestigt. Ungefähr in 7 Meter Höhe stoß sich der Schüler von der Wand ab und der Schüler wurde von Wand zu Wand geschwungen. Damit sich die Geschwindigkeit vom Schwingen verringerte, stoß er mit seinem Fuß gegen die Wand gegenüber und wurde langsam wieder runter gelassen. 

 

Ich war die Nächste, die sich aus 7m durch den Raum schwingen ließ. Dies war mein persönliches Highlight. Nachdem es viele ausprobiert hatten und begeistert waren, durften wir wieder mit unserem vertrauten Partner ausnahmsweise von einer normalen Wand abseilen. 

 

In diesen drei Projekttagen habe ich viel über Vertrauen und Mut gelernt. Ich fand es toll, dass man so weit und an vielen unterschiedlich schwierigen Wänden klettern durfte, wie man es sich zutraute. Was mir noch gefallen hat, dass wir erst eine Einführung bekommen haben (in der Sporthalle) und wir dann die zwei Tage genutzt haben, um intensiv an der BIG WALL klettern zu lernen.

 

Das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, war, dass wir anderen Partnern zugeteilt wurden, denen wir nicht gut vertrauten. Sonst habe ich nichts Negatives auszusetzen.

 

Ich bin der festen Meinung, dass sich das gelohnt hat in dieses Projekt einzusteigen, weil ich vieles daraus gelernt habe.

 

Besondere Heraus- forderung an die Eigenverantwortung:  Das Abseilen
Besondere Heraus- forderung an die Eigenverantwortung: Das Abseilen

Edgar L., Klasse 10A, 08.06.2010

 

Das Klettern in der Kletterhalle hat nach anfänglicher Skepsis, doch sehr viel Spaß gemacht und Freude beinhaltet. Das Klettern hilft zum Beispiel die Gruppengemeinsamkeit zu stärken. Ich würde das Projekt auch später nach den Projekttagen noch weiter besuchen wollen. Deshalb ist es vielleicht nicht schlecht, das Projekt fortzuführen, da es für die SchülerInnen ein wichtiges und spaßiges Erlebnis seien kann.

 

 

René B., Klasse 9a, 07.06.2010

 

Tag 1

Ich hatte das Thema "Klettern an der Big Wall". Es fing am 31.05.2010 um 08.30 Uhr in der kleinen Turnhalle an. Wir mussten "Spiele" spielen, die das Vertrauen zu den anderen verbessern sollten. Zum Beispiel sollten wir mit einzelnen Wörtern einen sinnvollen Satz bilden. Ich selber fand die Spiele etwas langweilig. Doch als Bestes fand ich, dass einer sich auf den Kasten gestellt hat und sich in die Menge fallen ließ. Nicht so gut fand ich jedoch, dass manche Spiele echt langweilig waren. Wäre mehr Spannung drin gewesen, wäre es noch lustiger geworden.

 

Tag 2

Wir fuhren zu der Kletterhalle in Bösensell. Dort haben wir kurz nochmal alles besprochen und konnten mit dem Klettern loslegen. Das ganze fing wie am 1. Tag um 08.30 Uhr an. In der Stunde sollten wir ein Gefühl für das Klettern kriegen. Ich habe sofort viele Sachen ausprobiert. Mir hat es sehr gut gefallen, nur: das nicht so Gute war, dass wir schon so früh wieder fahren mussten. Das Schönste für mich an diesem Tag war, dass ich über meine Ziele, die ich eigentlich hatte, hinausgegangen bin.

 

Tag 3

Der Tag fing um 09.00 Uhr am Big Wall an. Wir machten uns fertig und fingen an. Ich wollte an dem Tag mehr schaffen als am letzten, und überall, wo man hochkommt, bin ich hochgeklettert. Ich fand es gut, dass wir auch neue Sachen ausprobierten, wie zum Beispiel abseilen. Mein Höhepunkt war, dass ich die Wand hochgekommen bin, die ich am schwierigsten fand. Negatives zu dem Tag habe ich eigentlich nichts, außer, dass er wieder ziemlich kurz war.

 

 

Kerstin M., Klasse 9a, 04.06.2010

 

Projektbeschreibung

Ich bin in das Projekt "Klettern" gekommen. Der Leiter Herr Ruß, der sich auch noch zwei Verstärkende Kräfte dazu geholt hat: Lisa und Anna. Das Lernen vom Klettern und Sichern steht hier im Vordergrund, genauso wie das Vertrauen.

 

An unserem ersten Tag waren wir in der großen Turnhalle und haben das Knoten der richtigen Knoten geübt, da man sonst nicht Klettern durfte. Auch das Vertrauen wurde auf die Probe gestellt, genauso wie die Gruppenarbeit.

 

Der zweite Tag war doch schon anstrengender. Wir sind in die Kletterhalle "BIG WALL" nach Bösensell gefahren. Dort durften wir zum ersten Mal richtig klettern. Wir haben am ersten Tag schon die 2-er Gruppen gebildet.

 

Dann, an unserem letzten Tag, waren wir wieder in der Kletterhalle "BIG WALL" in Bösensell. Wir sind wieder selbständig geklettert. Doch dann kam noch eine Überraschung, der "Freie Fall", das war definitiv das Highlight der drei Tage. Wer es nicht probiert hat, muss echt dumm sein.

 

Ich fand diese Projektwoche ist mal etwas anderes gewesen. Es hat viel Spaß gemacht.

 

Eine weiterere Schülerin, Lorena 8b, 04.06.2010

 

Beim Klettern fand ich gut, dass wir uns selbst die Zeit einteilen konnten, wann wir Pausen machen und wie lange. Und es war gut, dass Herr Ruß uns sozusagen "Schwierigkeitsgrade" gestellt hat und Aufgaben, die wir freiwiillig machen konnten.